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Jeder der schon einmal in Richtung Leipzig die Bundesstraße 95 befahren hat, konnte es auf Höhe des Ortes Espenhain erspähen. Das ehemalige Braunkohlekraftwerk Thierbach, gelegen in der Gemeinde Kitzscher. Schon von Weitem thront dieser monströse Klotz über dem Umland, scheinbar allein auf weiter Flur, überragt das Kraftwerk alle im unmittelbarer Umgebung gelegenen Gebäude. Denn was man im vorbeifahren nicht sieht, es steht in einem neu entstehenden Gewerbegebiet.

Die Bauarbeiten am Kraftwerk begannen im Jahre 1967 mit der Grundsteinlegung und wurden im Jahre 1971 beendet. Insgesamt beherbergte das Kraftwerk ganze vier 210-MW-Blöcke, die schon während der Bauarbeiten nach und nach an das Stromnetz angeschlossen wurden. So arbeitete noch vor Beendigung der Bauarbeiten, ab Jahre 1969 bereits der Erste von vier Blöcken.

Nach Fertigstellung arbeitete das Kraftwerk, welches mit der damaligen fortschrittlichen sowjetischen Technik ausgestattet war, mit vier Dampferzeugern und einer gesamten Bruttonennleistung von 840 Megawatt. Dabei trieb der, durch die Verbrennung von Kohlestaub, entstehende Dampf ebenfalls vier Turbinen an, welche sich mit gut 3.000 U/min drehten.

Die insgesamt vier Kühltürme wurden in der Bauart Nasskühlturm errichtet und hatten einen Kühlwasserdurchsatz von satten 25.000 Tonnen pro Stunde. Ebenfalls stolz war man auf den Schornstein, welcher mit rund 300 Metern zur damaligen Zeit einer der größten Schornsteine der Welt war.

Als Folge der Neustrukturierung des Kohleabbaus wurde das Kraftwerk im Jahre 1999 unter dem schwedischen Energiekonzern Vattenfall dann endgültig stillgelegt. Nach und nach begann man mit dem Rückbau des Braunkohlekraftwerkes. So wurde im Jahr 2002 der Schornstein gesprengt, bevor dann im Jahr 2006 die Sprengung der vier Kühltürme folgte.

Mittlerweile vollkommen entkernt, begannen im Januar 2015 die Sprengungen des Kesselhauses 1, im Februar folgten dann Kesselhaus 2 bis 4.

Schon von der Bundestrasse 95 aus, kann man die riesigen Stahlkonstruktionen sehen, welche nach ihrer Sprengung mühsam mit Schweißbrennern und Scherenbaggern zerlegt werden müssen.

Mit der vollkommenen Beseitigung des ehemaligen Braunkohlekraftwerkes ist eine Revitalisierung des Geländes geplant, sollen sich neue Unternehmen im Gewerbegebiet ansiedeln und den neuen Platz für sich nutzen können.

 

Braunkohlekraft...
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