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Im Jahre 1872 errichtete Carl Louis Oettel eine weitere leistungsfähige Bierherstellungsstätte in Crimmitschau.
Unter dem Namen Brauerei Carl Louis Oettel produzierte man bis 1938 Bier nach alter Braukunst. 
Nach 1938 wurde aus der Brauerei Carl Louis Oettel die Paradiesquellbrauerei C.L.Oettel.
1976 wurde die Brauerei Volkseigentum und wurde in VEB Paradiesquellbrauerei umbenannt.
Nach dem Ende der DDR wurde die Brauerei 1990 erneut umbenannt und braute nun unter dem Namen Brauerei Crimmitschau.
Ende 1990 wurde das Bierbrauen in Crimmitschau eingestellt, seitdem verfällt das Anwesen leider mehr und mehr. 

Die Geschichte der Crimmitschauer Braukunst

Die älteste Brauordnung der Stadt Crimmitschau stammt aus dem Jahre 1575. Zu dieser Zeit wurde Frischbier und Lagerbier gebraut. Im Jahre 1614 waren in Crimmitschau 33 Malzhäuser, 18 Brauhäuser und 56 gangbare Bergkeller in Benutzung. Die Eingänge einiger Keller sind unter anderen noch in der Zeitzer Straße zu sehen. Die Herstellung des Gerstensafts machte einen erheblichen Teil des Witschaftsertrags Crimmitschaus aus. So wurde selbst in der Erfurter Chronik das Crimmitschauer Bier lobend erwähnt. Die Erfurter empfanden es als: "eine besondere Gerechtigkeit, daß sie auf ihrem Keller Crimmitschauer Bier schenken dürfen". Neben Erfurt waren auch Zeitz und Altenburg Großabnehmer des Hopfengetränks. Zu dieser Zeit regelte das so genannte "Bierzwangsrecht" das innerhalb der Stadtmauer und eine Meile rings um diese ausschließlich stadteigenes Bier und kein Anderes getrunken werden durfte. 1624 behielten sich allerdings die Langenreinsdorfer (Langenreinsdorf ist ein heutiger Ortsteil von Crimmitschau) das Recht auch andere Biere zu verzehren vor, als das Gesetz ausgeweitet werden sollte. Solche und weitere Streitereien führten auch zum so genannten "Crimmitschauer Bürgerkrieg" als sich die Stadtbrauereien mit der Rittergutsbrauerei von Blankenburg Auseinandersetzungen lieferten, woraus nie ein Sieger hervorging.
Das Ende des Dreißigjährigen Krieges brachte mit sich dass die Braukunst nahezu zum Erliegen kam. Zuletzt stellte man nur noch Frischbier her und dies auch nicht von besonderer Qualität, in folge dessen kam es 1766 zum "Bierkrawall" . 20 Jahre darauf waren nur noch zwei Brauereien ansässig. Erst im Jahre 1848 erbaute die Brauereigenossenschaft ein neues, großes Brauhaus auf dem Rahmenberg (heute Mannichswalder Straße 65).
Heute wird in Crimmitschau kein Bier mehr hergestellt. Lediglich die Nachbarstadt Zwickau produziert in der Mauritiusbrauerei anlässlich des 600 jährigen Stadtrechtsjubiläums der Stadt Crimmitschau im Jahre 2014 ein Crimmitschauer Festbier. 
Quelle: Crimmitschau, Geschichte einer Stadt

Paradiesquell B...
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